Weinlese im Rheingau

Weinlese im Rheingau

Tim Lilienström, Gutsverwalter und Kellermeister beim Weingut Georg Müller Stiftung, berichtet über die entscheidenden Wochen der Weinlese:

Das Leben im Weinberg geht weiter. Es wächst und wächst und wächst… Wir arbeiten daran, die Reben durch ein Drahtrahmensystem in Form zu halten und zu stabilisieren. „Heften“ im Fachjargon. Die warmen Temperaturen fördern den Wuchs beträchtlich. Mitte Juni war die Zeit der Rebblüte. Durch das dann relativ stabile Wetter können wir uns über eine gute Befruchtung freuen und ein gewisses Potenzial an guter Erntemenge ist schonmal gegeben. Kurz nach der Blüte wurde dann mit ersten Entblätterungsmaßnahmen begonnen. Dabei nehmen wir von einer Seite der Laubwand in dem Bereich der Trauben Blätter weg, damit diese mehr Luft abbekommen. Das hilft uns vor allem später im Jahr vor der Lese, dass weniger Fäulnis den Trauben zusetzt.

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Einziges Problem war bisweilen die akute Trockenheit. Es hat zwar zwischendrin geregnet, aber die Mengen sind schnell wieder verdunstet. Die Rebe ist zum Glück sehr trockenresistent, aber man merkte bereits an den anderen Begrünungen, dass die Wasservorräte im Boden nicht ausreichen würden. Der Juli und auch der August waren extrem. Manche Anlagen hatten das Wachstum eingestellt.
Für höhere Qualitäten haben wir in einigen Weinbergen bereits Trauben rausgeschnitten bzw. halbiert. Das reduziert den Ertrag, wirkt sich aber sehr positiv auf die verbliebenen Trauben aus. Kompakte Bereiche werden so aufgelockert und faulen jetzt im Herbst dann ggf. auch nicht so schnell.

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Anfang August hat der sogenannte Farbumschlag oder der Beginn der Reifenphase bei unserer frühesten Sorte, dem Frühburgunder begonnen. Ab diesem Zeitpunkt wurde der Zucker eingelagert und die Beerenhäute wurden langsam weich. Zucker schmeckt bekanntermaßen ja nicht nur den Menschen und eine schöne rote Traube sieht auch für Wildschweine und andere Tiere sehr lecker aus, so dass wir uns etwas vor diesen „Mitessern“ schützen müssen, um noch Trauben für Wein zu haben. Wir helfen uns nur mit einem Zaun, aber das funktioniert ganz gut.
Jetzt hoffen wir nur noch auf stabiles Wetter, dann kann das was werden mit dem Jahrgang 2015….

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