Food Trends 2018: #foodporn (Teil 1)

Food Trends 2018: #foodporn (Teil 1)

Neue Blogreihe zu aktuellen Food Trends 2018

Dies ist der erste Teil unserer neuen Artikelreihe zu den aktuellen Food Trends, die Du in 2018 kennen solltest. Erfahre mehr über die Gründe, wieso Essen in der Gesellschaft einen so hohen Standpunkt erreicht hat.

#foodporn – Zeig was Du isst in Social Media und Co.

Millionen Menschen verfolgen mittlerweile das Bedürfnis, ihr Essen zu fotografieren und es anschließend auf Sozialen Netzwerken zu teilen. Kaum ein Trend ist auf den sozialen Medien so lange, so erfolgreich. Doch warum ist es so beliebt, sein essen zu posten? Was interessiert die Menschen daran, das Essen von anderen zu sehen? In diesem Blog möchten wir Dir einen Einblick in den aktuellen Food Trend geben und Dir fünf Gründe zeigen, wieso er so beliebt ist.

Vor dem Essen, Foto machen nicht vergessen

Für viele junge Leute ist es heute kaum noch wegzudenken. Bevor sie etwas essen, nehmen Sie sich die Zeit ein möglichst schönes und ansprechendes Foto zu machen. Anschließend wird das Bild auf den sozialen Medien hochgeladen, mit passenden „Hashtags“ wie „#foodporn“ versehen und geteilt.  Erst dann fangen sie mit dem essen an.

So ergab eine Umfrage das mehr als 60 Prozent aller 13- bis 32- Jährigen schon mindestens einmal ein Foto von Essen veröffentlicht haben. Rund 50 Prozent gaben an, auf sozialen Medien regelmäßig Essensbilder zu veröffentlichen.

Allem voran, stellt sich dabei die Frage: Wieso teilen Menschen ihr Essen mit Freunden, Followern und Co.?
Mit 4 Thesen möchten wir Dir mögliche Gründe für den Erfolg und das Aufkommen des Trends aufzeigen.

Soziale Medien fördern die Mitteilungssucht

Wenn man sein ganzes Leben auf sozialen Medien öffentlich macht, seine Hobbys, Partys oder Erfolge teilt, gehört natürlich auch die Ernährung dazu. Das teilen seines Essens ist daher nur ein weiterer Schritt der Selbstentblößung.
Schon länger ist bekannt, dass soziale Medien das Risiko erhöhen, sich einsam zu fühlen. Die Menschen nutzen daher alle Wege, sich anderen mitzuteilen. So war es nur eine Frage der Zeit, bis der Trend in etwas Alltägliches wie Essen geht. Jeder macht es, jeder kann sich damit identifizieren und daher ist die Gruppe von angesprochenen Menschen besonders hoch und fördert die Gruppenzugehörigkeit.

Der biologische Reflex

Eine andere These geht auf den biologischen Reflex des Tierreiches zurück. So haben Forscher herausgefunden, dass Tiere stark auf intensive und übertriebene Reize reagieren. In einem Versuch wurde dabei festgestellt, dass Vögelmütter ihre eigenen Eier ignorierten, um in einem Nest zu brüten, in das farbige Kunsteier gelegt wurden.

Dieser Effekt oder Reflex auf den Menschen übertragen mache die Pornografie so beliebt und spiele auch in der kulinarischen Variante eine wichtige Rolle. Nur wirklich aufgeputschte und bearbeite Bilder geben dem Interessenten den optischen GeNUSS. Daher stamme vermutlich auch der Trend die Bilder mit dem Kennwort „#foodporn“ zu markieren. Tatsächlich scheint sich dieser Effekt durchzusetzen. Früchte müssen möglichst knallbunt sein, Soßen glänzen wie Lack oder Salat sattgrün leuchten.

Fotos fördern die GeNUSSsteigerung

Eine amerikanische Studie behauptet, dass Menschen, die ihr Essen vorher fotografieren, dieses danach bewusster wahrnehmen. Durch das Fotografieren würden die Menschen den ersten Bissen künstlich hinauszögern und in dieser Zeit die Vorfreunde auf den Genuss erhöhen.
Doch auch diese Studie hat Kritiker. Diese behaupten das Gegenteil, mit Fotos zerstöre man den geschmeidigen Ablauf seiner Mahlzeit, ähnlich wie man durch das Fotografieren des Sonnenuntergangs den Moment des Genießens zerstört.

Wandel des Verhältnisses zur Nahrungsaufnahme

Über die letzten Jahre hat sich das Verhältnis zum Essen extrem gewandelt. Immer mehr gesellschaftliche Kritikthemen wie Übergewicht, Fleischskandale, Tierleid, Abnehm-Trends oder viele weitere Themen haben Essen einen neuen Standpunkt in der Gesellschaft gegeben.
Was früher ein einfacher GeNUSS war, ist heute schnell mit Problemthemen verbunden.

Aus diesem Grund setzten sich viele Menschen immer mehr mit dem Thema Essen auseinander. Die richtige Herkunft, Verarbeitung oder Verpackung, all das sind heute wichtige Kritikpunkte bei der Essensbeschaffung.
Wer seiner Ernährung also große Bedeutung zumisst und sie als wichtigen Teil seines Weltbilds betrachtet, möchte dies selbstverständlich auch seinen Mitmenschen mitteilen.

Für viele hat Essen ein so hohes Ansehen bekommen, dass es sogar als Art Statussymbol gesehen werden kann. Das Fotografieren und Ansehen von solchen Fotos ist dabei mit dem Austausch von Buchtipps unter Intellektuellen oder Fußballergebnissen unter Sportfans gleichzusetzen.

Zusammenfassend kann man vermuten, dass der Trend auch in Zukunft beliebt bleiben wird. Essen und alles was damit in Verbindung gebracht wird, hat in der heutigen Gesellschafft eine wichtige Schlüsselrolle eingenommen. Das Wachstum der sozialen Medien wird weiterhin ansteigen und somit auch seine beliebtesten Themenbereiche, wie beispielweise Food Trends.

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