Linus Erdmann über Kite Surfen in Deutschland und private Pläne

Linus Erdmann über Kite Surfen in Deutschland und private Pläne

Seit unserem Video aus Kapstadt ist es im KERNenergie Blog etwas ruhiger um  Nussknacker Linus Erdmann geworden. Nachdem wir jetzt schon länger nichts mehr von ihm gehört haben, musste Linus uns in einem Interview Frage und Antwort stehen. Wir sprechen mit dem vierfachen deutschen Kite Surf Meister über sein Leben in den vergangenen Monaten, bekommen einen Einblick in das Privatleben von ihm, sowie einen kleinen Ausblick in die Zukunft seiner Kite Surf Karriere.

Aufholen mit Linus Erdmann

Als Kite Surfer ist an Stillstand nicht zu denken. Nicht nur deshalb reist Linus fast ständig von einem exotischen Platz zum anderen. Dies macht er aber nicht aus Spaß oder um Urlaub zu machen, sondern um zu trainieren und neue Projekte auf der ganzen Welt zu realisieren. So reist er zum Beispiel nach Brasilien,  Afrika, Norwegen oder Portugal, um nur ein paar Stopps  auf seiner Reise zu nennen.

Ich hatte eine gute Zeit, bin viel rumgekommen und habe neulich auf Facebook gesehen, dass ich in diesem Jahr bereits 500 neue Freundschaften geschlossen habe.

Linus in Aktion

Seine privaten Ziele

Nach seinem Abitur hat Linus gleich mehrere Ideen was er machen möchte. Zusammen mit einem Geschäftspartner bietet er unter dem Namen „Richtig-Druck.de“ 3D-Druck Lösungen an, sowie Model und Prototypenbau für viele verschiedene Anwendungsgebiete. Dem deutschen Kite Hersteller „Core“ greift Linus im Bereich Entwicklung unter die Arme und will zusätzlich den Vertrieb für einige deutsche Produkte über die Marke „Children of the Sea“ vertreiben. Wie viel davon Zukunftsmusik bleibt, werden wir in den kommenden Monaten feststellen. Eins ist für Linus jedoch jetzt schon klar:

Ein Studium werde ich erst mal hinten anstellen, aber es bleibt nach wie vor eine Option. (…) Abgesehen davon ist es mein Ziel bei nationalen und internationalen Wettkämpfen vorne mitzufahren. Ich bin aktuell in einer guten Verfassung und auf einem hohen Tricklevel.

Kite Surfen in Deutschland

Nachdem in seinem privaten Leben einiges passiert ist, blieb Linus nicht viel Zeit für Wettkämpfe in diesem Jahr. Dennoch hat er an zwei Tour Stopps der deutschen Meisterschaft teilgenommen und dort auch jeweils den Sieg eingefahren. Leider haben diese zwei Siege jedoch nicht für Gold in der Gesamtwertung gereicht. Linus erzählt uns, wieso er unter anderem nicht die Zeit für Wettkämpfe aufopfert:

Es gab einige wichtige Projekte, welche ich vorgezogen habe und außerdem gab es einen Boykott der Fahrer. Nach Meinung der Teilnehmer gibt es keinen Anreiz mehr mitzufahren, da Preisgelder komplett ausbleiben trotz großer Sponsoren wie VW und Yuneec. Man hat weite Wege, verbunden mit hohen Kosten, um dann bei einem Event teilzunehmen, wo der Wettkampf 800 Meter weit draußen oder zwischen Bojenketten stattfindet. Für dieses hohe Risiko, welches wir als Fahrer eingehen, gibt es keine Kompensation seitens der Veranstalter, was einfach nur traurig ist. (…) Dieses Jahr hat mir gezeigt, dass im Sport noch einiges passieren kann und muss, gerade in Deutschland.

Linus und seine Vorliebe für Nüsse

Egal in welcher Form oder zu welcher Mahlzeit Nüsse gehören für Linus zur täglichen Ernährung dazu.

Ob im Müsli, zwischendurch oder gemixt im Shake, bringen sie einem über den Tag ausreichend Energie. Gerade vor und nach einer langen Kite Session hilft ein kleiner Snack. (…) Besonders gut machen sich auch Pistazien mit Vanille Eis. Es soll ja auch noch Spaß machen bei all dem Training.

Was die Zukunft bringt

Das Jahr 2017 ist noch lange nicht zu Ende und auch für Linus stehen noch ein paar Punkte auf dem Plan, die es noch abzuhaken gilt. Der nächste Punkt heißt „World Kiteboarding League Qualifications League“. Im September geht es los. Austragungsort ist Texel in den Niederlanden. Dieser Wettkampf ist die einzige Chance sich für die Freestyle Elite League, also die offizielle Kiteboard Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Aktuell noch auf Platz 13 in der Gesamtwertung, muss Linus mindestens Platz 9 erreichen, um bei der Weltmeisterschaft antreten zu dürfen. Wir drücken ihm die Daumen und wünschen viel Wind in seinem Kite.

Danach geht es schon bald in die kalte Jahreszeit und in Deutschland kann man im Winter nur schlecht professionell trainieren. Deshalb zieht es Linus diesen Winter wieder in die warmen Klimazonen von Brasilien und Tarifa. Allerdings steht nicht nur Arbeit an.

Außerdem wollte ich ein Projekt mit meinem Nussknacker Kollegen Anton in Russland realisieren. Im Frühjahr geht das dann voraussichtlich neben Kapstadt auf einen Katamaran Trip durch die Karibik.

Leben am Limit

Es wird immer schwieriger je weiter man kommt und irgendwann ist es nur noch entscheidend auf einem konstanten Level zu bleiben und bei jeglichen Bedingungen gut zu fahren. Physikalisch sind die Tricks limitiert und es kommen eher eigene Styles mit rein und man lässt einfache Tricks gut aussehen.

Wer sich noch weiter über Linus Erdmann informieren möchte besucht einfach seine Facebook Seite, sein Instagram Profil oder besucht direkt seine Homepage linuserdmann.de

Viel Glück und Erfolg für Deine Zukunft Linus.

 

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