8 Gründe, warum Dein Gehirn sich nach Nüssen sehnt

8 Gründe, warum Dein Gehirn sich nach Nüssen sehnt

Nüsse – und nussähnliche Kerne, die wir im Folgenden der Einfachheit halber zu den Nüssen zählen – hatten lange Zeit als Snack keinen besonders guten Ruf, sondern waren als ungesunde Dickmacker verschrien. Doch inzwischen deuten verschiedene wissenschaftliche Studien darauf hin, dass Gehirn und Nüsse eine Traumkombination bilden, weil der Genuss von Mandel, Erdnuss, Haselnuss, Walnuss & Co zahlreiche positive Folgen haben kann. Kein Wunder also, dass es viele gute Gründe gibt, warum sich Dein Gehirn nach Nüssen regelrecht sehnt.

1. Mehr Energie für das Hirn?

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass der Verzehr von Nüssen positive Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns haben kann. Verantwortlich dafür sind unter anderem Lecithin und verschiedene Vitamine aus der B-Gruppe. Diese sind in größeren Mengen vor allem in Hasel- und Walnüssen enthalten. Auch in Mandeln findet sich gleich ein halbes Dutzend der wichtigen B-Vitamine.

2. Happy durch Nusskonsum?

Froh zu sein bedarf es wenig und wer froh ist, hat vielleicht gerade die richtigen Nüsse genascht. So enthalten vor allem Erdnüsse und Cashewkerne die essenzielle Aminosäure Tryptophan in signifikanten Mengen. Diese wandelt der Körper in den Neurotransmitter Serotonin um, der wegen seiner Wirkung auf das menschliche Gehirn auch als Glückshormon bekannt ist. Kein Wunder also, dass Tryptophan auch als natürliches Antidepressivum gilt.

3. Effektiver Lernen?

Nüsse und Lernen – das passt einfach. Man denke nur an das berühmte Studentenfutter, dass gleich mehrere Nussarten enthält. Einige Nüsse enthalten aber nicht nur wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente, sondern können das menschliche Gehirn zudem regelrecht stimulieren. Dabei erleichtert ihr Verzehr das Erlernen von neuen Fähigkeiten sowie das Speichern von Inhalten. Dafür sorgen vor allem die sogenannten Gammawellen im Gehirn. Diese wiederum entstehen etwa durch den Konsum von Pistazien.

4. Schlauer durch Nüsse?

Der Verzehr von Nüssen kann uns wahrscheinlich sogar schlauer machen. Verantwortlich dafür sind vor allem Omega-3-Fettsäuren, die für den menschlichen Körper extrem wichtig sind, aber nicht von diesem selbst gebildet werden können. Zu dieser Gruppe zählt auch die – etwa in Walnüssen enthaltene – Linolensäure. Diese sorgt dafür, dass sich Gehirnzellen besser miteinander vernetzen.

5. Körpereigene Abwehr unterstützen

Ist der Körper gesund, geht es auch dem Gehirn gut. Doch Nüsse liefern nicht nur viele wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Einige – vor allem Erdnüsse – sorgen zudem für eine erhöhte Produktion von Deltawellen. Diese stimulieren die Selbstheilungskräfte des Körpers und unterstützen das Immunsystem. Dadurch können wir schädlichen Umwelteinflüssen und Krankheitserregern besser widerstehen.

6. Weniger Stress durch Nüsse?

Zu viel Stress im Job oder Privatleben? Dann solltest Du vielleicht lieber Nüsse snacken, anstatt eine Zigarette zu rauchen! Denn viele Nüsse sind die perfekte Nervennahrung. So zeigen Studien etwa die Stress mindernde Wirkung von Walnüssen. Verantwortlich dafür dürfte vor allem deren hoher Anteil an B-Vitaminen sowie Vitamin E sein. Diese finden sich zudem in Pistazien, aber auch Haselnüsse und Paranüsse besitzen viel davon.

7. Verbesserte Gefäßgesundheit

Gefäßkrankheiten gehören zu den großen Gesundheitsproblemen unserer Zeit und sind nicht für das Gehirn ein Gräuel. Die schlechte Nachricht: Sie können sogar tödlich enden. Die gute Nachricht: Der regelmäßige Konsum von Nüssen ist geeignet, das Risiko von Gefäßerkrankungen – und hier besonders von Herzinfarkten – deutlich zu senken. Zu diesem Ergebnis kam etwa die Physicians’ Health Study, die angesichts von mehr als 120.000 Testpersonen sehr aussagekräftig ist.

8. Schutz vor Alzheimer?

Möglicherweise können Nüsse sogar vor Alzheimer schützen. Darauf deuten zumindest Untersuchungen des Neuroscience Laboratory an der New York State Institute an Tieren sowie eine Studie der American Chemical Society hin. In diesem Zusammenhang scheinen vor allem Walnüsse wirksam zu sein. Verantwortlich dafür dürften maßgeblich Antioxidantien sein, die in diesen Nüssen in relativ großen Mengen enthalten sind.

Quellen:
* Albert, C. M. et al. „Nut consumption and decreased risk of sudden cardiac death in the Physicians‘ Health Study.“ In: Archives of Internal Medicine June 24, 2002, 162 (12).(https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12076237)
* American Chemical Society. „Walnuts are top nut for heart-healthy antioxidants.“ In: ScienceDaily 28, March 2011. (www.sciencedaily.com/releases/2011/03/110327191040.htm)
* Chauhan, A. et al. „Dietary Supplementation of Walnuts Improves Memory Deficits and Learning Skills in Transgenic Mouse Model of Alzheimer’s Disease.“ In: Journal of Alzheimer’s Disease. Volume 42, Number 4. (https://content.iospress.com/articles/journal-of-alzheimers-disease/jad140675)
* Loma Linda University Adventist Health Sciences Center. „Nuts and brain: Effects of eating nuts on changing electroencephalograph brainwaves.“ November 2017. (https://www.eurekalert.org/pub_releases/2017-11/llua-sfc111417.php)
* Penn State. „Walnuts, walnut oil, improve reaction to stress.“ In: Journal of the American College of Nutrition. October 2010. (https://www.eurekalert.org/pub_releases/2010-10/ps-wwo100110.php)
* Stiftung Warentest. „Gehirnnahrung: Kick fürs Köpfchen.“ (https://www.test.de/Gehirnnahrung-Kick-fuers-Koepfchen-21266-0/)

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