Steinzeitdiät Teil 4: Nüsse als Ersatzmittel

Steinzeitdiät Teil 4: Nüsse als Ersatzmittel

Die Ernährungsform der Steinzeitdiät, vor allem unter dem Namen Paleo bekannt, ist derzeit sehr beliebt. Die Anhänger von Paleo gehen davon aus, dass sich unser Körper in der aus evolutionsbiologischer Sicht recht kurzen Zeit seit der Industrialisierung noch nicht an die sesshafte Lebensweise und den mit ihr verbundenen Ackerbau anpassen konnte. Die Steinzeitdiät orientiert sich daher an der mutmaßlichen Ernährung unsere Vorfahren in der Steinzeit. Das bedeutet unter anderem: kein Getreide und keine Milchprodukte. Für unseren Speiseplan fallen damit einige Nahrungsmittel weg, die wir im Alltag lange genossen haben. Das Müsli, die Milch dazu, das Brot, Joghurt und Quark… die Liste scheint schier unendlich zu sein. Zwar schadet uns der Wegfall dieser Nahrungsmittel nach Ansicht von Paleo-Experten nicht und tut uns sogar gut, aber da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, schmerzt der Verzicht oft erheblich. Das ist die Stelle, an der Nüsse zu unserer Rettung eilen. Denn mit ihrer Hilfe müssen wir auf viele Gerichte doch nicht ganz verzichten.

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Milch für das Müsli

Da Viehwirtschaft in der Steinzeit natürlich noch nicht stattgefunden hat, gehören Milch und Milchprodukte zu den Lebensmittel, die bei der Steinzeitdiät gemieden werden, da sie als schädlich gelten. Schauen wir uns die stetig wachsende Zahl der an Laktoseintoleranz leidenden Menschen an, scheint sich diese Theorie sogar zu bestätigen. Wie wir inzwischen wissen, ist auch Getreide bei der Steinzeitdiät verboten. Ein Müsli nach Paleo besteht daher ausschließlich aus Nüssen, Trockenobst und Sämereien – alles Produkte, die auch ohne Milch genossen werden können und gut schmecken. Wer dennoch nicht auf eine milchige Konsistenz in seinem Müsli verzichten möchte, für den bietet sich der Milchersatz aus den knackigen Kernen an. Mandelmilch und Kokosmilch werden von Paleo-Anhängern oft genutzt, um Kuhmilch zu ersetzen. Auf diese und ähnliche Weise lassen sich außerdem auch Joghurt und Käse herstellen. Seltener im Gebrauch, aber dennoch geeignet, ist zudem die Milch aus Haselnüssen.

Pflanzliche Fette ersetzen

Da in der Steinzeitdiät verhältnismäßig viel Fleisch gegessen wird, nutzt der Körper bei dieser Ernährungsweise vor allem das tierische Fett für seinen Bedarf. Wer jedoch nicht jedes Gericht oder jedes Backwerk mit tierischem Eiweiß verarbeiten möchte, der kann auch hier auf die Kraft der Nüsse vertrauen. Mandel- oder Haselnussöl kann zum Beispiel sehr gut zum Braten verwendet werden und brennt, im Gegensatz zu Butter, auch nicht so schnell an.
Auch einen Mehlersatz kann man aus Mandeln gewinnen und so frisches, an der Steinzeitdiät orientiertes Brot backen.

Kritik an Nüssen als Ersatz bei Paleo

Wir von KERNenergie sind natürlich begeistert von der Vielfalt, mit der Nüsse bei der Steinzeitdiät eingesetzt werden können. Allerdings dürfen wir dabei natürlich dennoch nicht verschweigen, dass „Ersatzmilch“ und „Ersatzmehl“ bei den ganz strengen Anhängern von Paleo nicht auf die gleiche Begeisterung stößt. Zum einen sollten Nüsse aus verschiedenen Gründen, die wir auch in den vorangegangenen Paleo-Artikeln genannt haben, nicht in Massen sondern in Maßen genossen werden. Zum anderen ist für die Gewinnung von Mandelmehl und Mandel- oder Haselnussmilch und –öl ein recht umfangreicher Verarbeitungsprozess nötig, der dem der Verarbeitung von Getreide nicht unähnlich ist. In der Steinzeitdiät sollen jedoch möglichst nur Lebensmittel gegessen werden, die auch ohne umfangreiche Behandlung genießbar sind.
Wie so oft in einer Ernährungsform muss hier also der Verbraucher selbst entscheiden, wie ernst er einzelne Ernährungsregeln nehmen möchte und kann. Für uns heißt es auf jeden Fall: Daumen hoch für die Vielfältigkeit kerniger Energie und deshalb besteht das KERNenergie Paleo-Bundle ausschließlich aus naturbelassenen Nüssen.

Autor: Linda Ewaldt

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